Für Marken
Werbung auf Kick schalten: Der komplette Guide
Von Franziska Händel · Chief Growth Officer
Wer heute Werbung auf Kick schalten will, merkt schnell: Einen offiziellen Self-Service-Werbemarkt wie bei YouTube oder Meta gibt es dort nicht. Die Plattform ist jung, wächst schnell und finanziert sich anders als Twitch. Genau das macht sie für Marken interessant, denn wo es keine etablierten Buchungswege gibt, ist die Aufmerksamkeit noch nicht überlaufen.
Was Kick von Twitch unterscheidet
Kick ist 2022 gestartet und hat sich vor allem über großzügige Konditionen für Streamer einen Namen gemacht. Creator behalten dort deutlich mehr von ihren Abo-Einnahmen als auf Twitch. Das zieht Streamer an, die sich auf Twitch unterbezahlt fühlen, und mit ihnen ihre Communities.
Für Werbetreibende bedeutet das zweierlei. Erstens: Auf Kick gibt es bislang keine Pre-Roll-Vermarktung über einen offiziellen Ad-Manager, wie sie Twitch über Amazon Ads anbietet. Zweitens: Die Zuschauerschaft überschneidet sich mit der von Twitch, ist aber im Schnitt noch schwerer über klassische Kanäle zu erreichen.
Die realistischen Wege zu Werbung auf Kick
Direkte Sponsorings funktionieren auf Kick wie überall: Marke kontaktiert Streamer, verhandelt Preis und Leistung, hofft auf ehrliche Reichweitenangaben. Der Aufwand pro Deal bleibt hoch, und gerade auf einer jungen Plattform fehlen verlässliche Vergleichswerte.
In-Stream-Ads sind der zweite Weg und der, den wir gebaut haben. Da die Werbung als Overlay im Stream-Bild selbst läuft, eingebunden über eine Browser-Quelle in OBS, ist sie plattformunabhängig. Derselbe Mechanismus, der auf Twitch funktioniert, funktioniert auch auf Kick und YouTube. Was das Format ausmacht, steht ausführlich im Beitrag In-Stream-Ads erklärt.
Für eine Kampagne heißt das: Du buchst nicht „Werbung auf Kick", sondern Reichweite in Livestreams, und Kick-Kanäle sind Teil des Pools. Abgerechnet wird pro verifizierter Impression, unabhängig davon, auf welcher Plattform der Stream läuft.
Worauf du bei Kick achten solltest
Kick steht immer wieder wegen laxer Moderation in der Kritik. Für Marken ist Brand Safety deshalb kein Nebenthema: Prüfe, ob dein Werbepartner Kanäle kuratiert, Branchenausschlüsse anbietet und Inhalte kategorisiert. Bei uns durchlaufen Streamer eine Prüfung, bevor sie Kampagnen ausspielen, und Marken können Branchen und Kontexte ausschließen.
Der zweite Punkt ist Messbarkeit. Gerade weil die Plattform jung ist, solltest du dich nicht auf Screenshots und Selbstauskünfte verlassen. Verifizierte Impressions aus Live-Daten sind auf Kick genauso möglich wie auf Twitch, wenn die Technik stimmt.
Lohnt sich der frühe Einstieg?
First-Mover-Vorteile sind auf Werbemärkten real: weniger Wettbewerb um Aufmerksamkeit, günstigere Preise, Lerneffekte vor der Konkurrenz. Kick ist dafür ein Kandidat, solange Budget und Erwartung zur Größe der Plattform passen. Ein pragmatischer Start: ein Testbudget über unsere Seite für Werbetreibende anlegen, Kick-Kanäle in den Pool aufnehmen und die Ergebnisse gegen Twitch-Kanäle vergleichen.